Wo fang ich bloß an, zu erzählen?

Am besten wohl ganz hinten, also... ganz vorn... na, von jetzt bis was war...

Aktuell ist es so, dass Frau Drei den Paritätischen Wohlfahrtsverband bemüht und wir rechtliche Hilfe ersuchen wollen in unserem Aufstandsversuch gegen die Kindergartenleitung. Morgen ist das Gespräch mit dem Chef des Vereins und wir wollen gern rechtlich etwas gestärkt in diese Situation gehen.

Was ist passiert?

Unser Kindergarten besteht aus 5 Gruppen, wobei die 5. ausgelagert ist. An einem anderen Standort sozusagen.

Da unser Kindergarten noch sehr jung ist (besteht an diesem Ort seit zwei Jahren), der Verein dahinter jedoch sehr alt, werden "frische" Erzieherinnen zu uns geholt und dann wieder woandershin geschickt. Ob wir so eine Art Ausbildungslager darstellen? Man weiß es nicht. Fand es jedenfalls erstaunlich, dass nicht nur der Leiter der Einrichtung, sondern auch die komplette Erstbesetzung durchweg gepierct und tätowiert war. Kann man von halten, was man will - ich fand befremdlich und cool zugleich.

Befremdlich und NICHT cool dagegen ist, dass die Personalwechsel ausnahmslos in Gruppe 1 und 4 stattfinden. Montag ist unsere letzte Erzieherin der Erstbesetzung in ner sehr spontanen Aktion (Montag gesagt bekommen, dass sie ab Dienstag in Gruppe 5 zu erscheinen hat)rausgekickt worden. Die letzte der Erstbesetzung der Gruppe 1 muss auch die Gruppe wechseln.

Somit ist niemand mehr da, der unsere Kinder von Anfang an kennt. Wer versteht, was bindungsorientierte Pädagogik bedeutet und ebenso versteht, wie wichtig es ist, dass Kinder Ansprechpartner haben, die über einen längeren Zeitraum dieselben sind, wird erkennen, dass das nicht richtig sein kann.

Auf die Frage der Frau Zwei an die stellvertretende KiGa-Leitung, warum denn nicht mal Personal aus Gruppe 2 oder 3 getauscht wird (stellv. KiGaL ist in Gruppe 2), kam zur Antwort: DAS sind stabile Gruppen!

Selten so gelacht!!!

Wie soll denn bitte auch eine gewissen Stabilität in die Gruppen kommen, wenn alle 4 Monate das Personal verändert wird?

Wir Elternvertreter haben jetzt genug von dieser Politik.

Es IST so, dass wir als Elternsprecher keinen Einfluss auf die Personalentscheidungen haben dürfen. Ausnahme: Wenn es pädagogische Probleme gibt.

Frau Drei (die sie stellvertretende Gesamtelternsprecherin ist) und ich entschieden in einem Telefonat heute, dass dieses Bäumchen-wechsel-dich-Spiel ein hochgradig pädagogisches Problem beinhaltet und zu schwerwiegenden Bindungsproblemen unserer Kinder führen kann. Das geht gar nicht!

Wir müssen intervenieren!

Spannend übrigens, dass die Leitung des KiGa diese Woche "krank" ist...